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Vom Reden in die Taufe

Louis lernt Jesus kennen

Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und meine Eltern sind in eine evangelische Freikirche gegangen. Mit 8 habe ich angefangen, im Posaunenchor mitzuspielen und mache das bis heute noch mit Begeisterung. Irgendwann sind meine Eltern aus der Gemeinde ausgetreten, da sie sich mit dem Pastor nicht super verstanden. Wir haben dann meist die evangelische Landeskirche besucht, da ich dort häufiger mit dem Posaunenchor spielte. Meine Eltern gehen sonst nicht oft in die Kirche, sondern machen lieber Hauskreise und unterhalten sich im Kleinen über Gott.

Mir hat der Besuch in der Kirche irgendwie gefehlt, was ich aber zuerst nicht bemerkt habe. Als ich dann anfing zu studieren und Corona zuschlug, saß ich wie viele andere alleine zuhause rum und merkte dabei, dass Gott mir irgendwie im Leben fehlte. Er war nicht komplett weg, da ich aktiv im Posaunenchor mitspielte, aber die persönliche Beziehung war… weniger als minimal…

Nachdem alles nach Corona sich wieder etwas öffnete, fand ich die ökumenische Hochschulgemeinde in meiner Hochschule und schaute dort mal vorbei. Dort gab es nicht viel geistlichen Input, aber ich konnte andere gläubige Leute treffen und lernte, dass es Campus Connect gibt. Natürlich bin ich dort auch mal hereingeschneit und fand die Inputs, den Lobpreis, die Bibelarbeit und die dazugehörigen Gespräche sehr erfrischend. Währenddessen bin ich auch zu dem Posaunenchor vor Ort gestoßen, der wieder aus der Coronastarre erwacht war. Und bei Campus Connect hab ich dann auch im Lobpreis mitgespielt.

Ich war also regelmäßig bei den Campus Connect-Treffen (so regelmäßig, dass sich die anderen inzwischen Sorgen machen, wenn ich eine Woche mal nicht da bin) und spielte ebenso regelmäßig im Posaunenchor mit. Ein Problem war aber, dass ich immer noch keine Gemeinde hatte, zu der ich wirklich gehörte.
Endlich saß ich dann mal an einem Sonntag in einem Gottesdienst, der mir echt gut gefiel. Am Ende des Gottesdienstes wurde ein Taufgottesdienst am selben Abend angekündigt. Mit dem Posaunenchor hatte ich auch schon bei ein paar Taufgottesdiensten mitgespielt und finde es super, wenn sich jemand taufen lässt.

Also ging ich abends zum Taufgottesdienst und half sogar direkt bei der Technik aus, da ich mich mit der Technik vor Ort schon bei den CC-Treffen vertraut gemacht hatte. Nach den Taufen stand der Pastor wieder trocken vor der Gemeinde und fragte: „So, wer will als nächstes?“ Er erklärte, dass sich oft noch kurzfristig Leute entschieden hatten, sich auch taufen zu lassen. Es gebe auch noch genügend Wechselkleider, es würde sich sowieso noch jemand anderes melden und der Pastor würde eh wieder nass werden. Und tatsächlich hat sich jemand gemeldet… Während der Pastor mit dieser Person redete, saß ich wie auf glühenden Kohlen, konnte nicht mehr sitzen bleiben und signalisierte, dass ich mich auch taufen lassen wollte. Ich hatte es mir schon eine Weile überlegt, da ich keine Konfirmation hatte oder mich anderweitig konkret für Jesus entschieden hatte. Ich war meistens eher wie ein Satellit gewesen, der mal vorbei schaute und dann wieder weg war. Jetzt war der perfekte Zeitpunkt den Wankelmut zu beenden und zu sagen: „Hier bin ich und ich möchte mein Leben klar Jesus geben!“

Diese relativ spontane Taufe war der offizielle Startpunkt einer lebendigen Beziehung zu Jesus. Ich fühle mich sehr geborgen, da ich weiß, dass mein himmlischer Vater sich um mich sorgt und er mich so annimmt, wie ich bin. Besonders genieße ich den Lobpreis (sei es im Posaunenchor, in der Gemeinde, bei Campus Connect oder Solo), weil ich hier meine Dankbarkeit, mein Lob und meine Hingabe ausdrücken kann. Gleichzeitig bin ich noch nicht am Ziel angekommen, aber ich kann in der Beziehung zu Gott weiter wachsen. Zum Beispiel möchte ich seine Hinweise besser erkennen und ihnen folgen, wie am Tag meiner Taufe, wo er mich in so vielen Details geleitet hat.

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