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Von der Sucht nach Extremen zur Suche nach Jesus

Seit meiner Pubertät drehte sich meine Welt um Extreme. Ich betrieb exzessiv Extremsportarten wie Mountainbike, Freeriden und Snowboarden. Zudem konsumierte ich immer mehr Cannabis besuchte fast täglich pornographischen Websites. Anfangs genoss ich diesen Lebensstil, doch er hatte einen hohen Preis.

Mit etwa 24 Jahren entstand ein innerer Konflikt. Einerseits lehnte ich diese negativen Verhaltensweisen ab, andererseits fehlte mir die Kraft, mich davon zu lösen. Da ich mich damals nicht jemand anderem anvertrauen wollte, beschloss ich einen neuen und mir unbekannten Weg zu gehen. Ohne Glauben an einen bestimmten Gott begann ich zu beten. Dabei wurde mir schnell klar, dass ich im Gebet nichts vorspielen musste, falls es einen Gott gab. Mein früheres Bestreben, mich vor Freunden und Eltern zu präsentieren, war hier sinnlos.

Zu meiner Überraschung wurde auf meine Gebete tatsächlich eingegangen. Ich war nicht sofort frei von all meinen Lastern, weder damals noch heute, aber mein Leben bekam eine unerwartete positive Richtung. Nach etwa zwei Jahren begann ich, mich für größere Zusammenhänge den Gott zu interessieren zu dem ich betete. Mein neu angefangenes Religionsstudium half mir dabei. Ich beschäftigte mich intensiv mit der Bibel und konnte immer besser verstehen, wer Gott ist.

Kurze Zeit später wurde ich zu Campus Connect eingeladen, wo wir gemeinsam sangen, in der Bibel lasen, uns austauschten und füreinander beteten. Nach Jahren des privaten Glaubens konnte ich hier erstmals meinen Glauben gemeinsam mit anderen leben. Die Menschen, die ich dort traf, betrachte ich heute als meine erste Gemeinde, in der ich aufleben durfte. Auf einer Semesteranfangsfreizeit sprach der Referent über Bekehrung. Er ermutigte uns, eine echte Entscheidung für Jesus zu treffen, falls wir es noch nicht getan hatten. In der Pause ging ich für mich allein in die Natur und übergab Jesus mein Leben.

Heute, fast 10 Jahre später, betrachte ich den Glauben an Jesus Christus als das größte Geschenk, das mir je gemacht wurde. Ich kann nicht behaupten, dass alle negativen Mechanismen in mir komplett verschwunden sind. Direkt am Anfang ließ der Reiz des Kiffens fast vollständig nach. In Bezug auf Pornographie und andere negative Verhaltensweisen konnte ich gute Fortschritte machen.

Besonders wertvoll für mich ist die Erfahrung, dass Gott sich liebevoll, geduldig und individuell um seine Kinder kümmert. Er kennt mich und weiß, welcher nächste Schritt speziell für mich ist. Selbst wenn ich drei Schritte zurück gehe, öffnet er seine Arme weiterhin und zeigt mir den Weg – er ist der Weg!

Markus

Gott spricht: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ Hesekiel 36,26

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Markus aus Koblenz
Markus studiert in Koblenz.

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