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Semesterernte

Liebe Leitungskreise,

wir wissen, wie euer Herz für eure Kommilitonen schlägt und gleichzeitig für Gott, für die Nähe zu ihm und wie ihr euch nach seiner Führung ausstreckt – auch wenn es natürlich immer wieder Höhen und Tiefen gibt.

Danke, dass ihr eure Gruppen leitet! Gemeinsam mit euch möchten wir, dass an jeder Hochschule Studierende Jesus begegnen.

Wir haben unten auf der Seite zehn Fragen (ChurchTools-Formular), die euch beim Rückblick auf das Semester helfen werden. Ihnen liegt die Frage zugrunde, wie es euren Leuten in Bezug auf unseren Herzschlag (begegnen, teilen, stärken, gestalten) geht. Außerdem könnt ihr nach dem Feiern und Loben auch Rückschlüsse ziehen, worauf ihr aufbauen und wo ihr im neuen Semester Schwerpunkte setzen könnt (bei der Planung hilft euch das Blatt „Was ist der nächste Schritt?“)

Über das letzte Semester nachzudenken ist zuallererst wichtig für euch als Leitung. Und gleichzeitig hilft euer Feedback uns von Campus Connect Deutschland, die Entwicklung der Gesamtbewegung im Blick zu behalten, denn nur so bekommen wir einen groben Überblick, wo Gott mitten unter euch im letzten Semester gewirkt hat und wo eure Bewegung zur Zeit steht.
Jede Stadt ist anders. Jede Stadt – und damit ihr auch – steht vor anderen Herausforderungen: In Studentenstädten (wie Heidelberg, Freiburg, Würzburg, …) sind unsere Gruppen oft am größten. In Großstädten (wie Frankfurt, Köln, Berlin oder München) sind sie dann oft wieder kleiner, obwohl es dort viele Studierende gibt. So kann man gar nicht so einfach vergleichen, was jeweils vor Ort passiert.

“Die Ernte ist groß”, sagt Jesus (Mt. 9,37). Seht ihr es?

Bitte fülle die Semesterernte bis zum 28.01.2024 aus, damit wir sie für unsere Semesterauswertung zur Verfügung haben.

Wir beten, dass die Zeit mit der Semesterernte eine große Ermutigung für euch wird und sie euch wirklich hilft, Gottes Wirken wahrzunehmen und sensibler zu werden für die Werke, die Gott fürs neue Semester vorbereitet hat (Eph. 2,10). Ihm gehört alle Ehre!

Ihr seid Teil von etwas Großem und es ist eine Ehre für uns, mit euch unterwegs zu sein!

Euer Team von CAMPUS CONNECT

ist beim Laden geöffnet, wird aber nicht angezeigt. Siehe Erweitert-ccs

Die Bibel steckt voller Zahlen. Ein bekanntes Beispiel das Pfingstwunder (Apg. 2): Petrus und die „Elf“ sind nach der Ausschüttung des Geistes aufgestanden und haben gepredigt. An dem Tag ließen sich 3000 Menschen taufen. Und in den Tagen darauf fügte Gott jeden Tag neue Menschen hinzu. Hier helfen die Zahlen uns als Leser, sich das Ganze vorzustellen – ohne auf Einzelne einzugehen.
Gleichzeitig erzählt die Bibel auch die Geschichte von konkreten Menschen, wie dem Äthiopier (Apg. 8). Es ist also völlig klar, dass nicht nur die große Zahl 3000 wichtig ist, sondern jeder einzelne Mensch.
Ein weiteres Beispiel ist die Stelle, in der Jesus von ganz wenigen Leuten spricht, die zusammenkommen (Mt. 18,20). Interessant ist: Innerhalb dieses Verses kommen sogar zwei Zahlen vor: 2 und 3.
Diese Zahlen verdeutlichen das, was Jesus sagen möchte: Keine Zahl ist besser als die andere, sondern sie helfen uns zu erzählen und dem Anderen, sich Situationen vorstellen zu können.

Wir verstehen es gut, wenn es dir komisch vorkommt, deine Freunde in Zahlen auszudrücken. Für dich sind es keine Zahlen, sondern ganze Menschen. Diese Menschen auf Zahlen zu reduzieren, macht für dich natürlich wenig Sinn. Vielleicht fühlt es sich auch unfair an. Aber es macht Sinn, wenn du anderen Leuten davon erzählen willst, was in deiner Gruppe geschieht.
Vielleicht hilft es dir, wenn du dir vorstellst, du würdest uns oder einem entfernten Freund erzählen, was bei euch los ist. Damit wir uns das grob vorstellen können, müssen wir ungefähr wissen, wie viele Leute zu euren Treffen kommen, wie viele sich einbringen, ob auch Kirchenferne dabei sind und ob vielleicht sogar jemand in dieses Semester zum Glauben gekommen ist. Du könntest dabei natürlich auch gerne Namen verwenden, weil diese Namen für dich sehr viel bedeuten. Für jemanden, der die Menschen nicht kennt, sind die Namen wiederum deutlich unwichtiger, weil sie die Personen noch nicht kennen.

Uns ist klar, dass ihr nicht jede Frage mit genauen Zahlenangaben beantworten könnt. Woher sollt ihr auch wissen, was Gott in jeder einzelnen Person dieses Semester getan hat? Lässt sich so etwas überhaupt erfassen? Aber eine Schätzung von dir ist sicherlich genauer, als wenn wir sie aus der Distanz machen würden 🙂 

Es ist wichtig, dass ihr euch die Fragen, die von unserer Vision und unseren Zielen abgeleitet sind, stellt! Sie erinnern uns daran, wo wir hinwollen und helfen uns zu erkennen, ob wir auf dem Weg sind oder unbewusst einen anderen Weg eingeschlagen haben. Wenn wir z.B. merken, dass nie „kirchenferne“ Studierende in unsere Gruppen kommen, heißt das nicht automatisch, dass wir einen schlechten Job machen. Aber es löst die Frage aus, ob wir dieses ursprüngliche Ziel weiter verfolgen möchten (und dann vermutlich etwas an unserer Praxis ändern müssen) oder neue Ziele verfolgen sollten.

Ein Gedanke noch zu Quantität: Es macht definitiv einen Unterschied, ob viele oder wenige zu unseren Treffen kommen und ob viele oder wenige zum Glauben an Jesus finden. Quantität ist kein Ersatz für Qualität, aber auch kein Gegensatz. Und Quantität ist nicht wichtig, weil wir uns dadurch „erfolgreicher“ fühlen oder etwas ähnliches, sondern weil es bei jeder zusätzlichen Person um einen ganzen Menschen geht.
Wir sind davon überzeugt, dass in jeder Stadt mehrere Studierende offen für den Glauben sind, sie aber aus unterschiedlichen Gründen keinen Anschluss an eine christliche Gemeinschaft finden. Die Leute sind da, aber wir erreichen momentan nicht alle. Unser Wunsch ist es daher, dass wir noch mehr Leute erreichen, weil Gott jeden einzelnen von ihnen so sehr liebt. Das ist keine Abwertung dessen, was Gott schon in unseren Gruppen tut, sondern ein „Sich-eins-machen“ mit Gottes großem Herzen für jeden Menschen – vor allem für die isolierten, einsamen, ausgeschlossenen und in gewissem Sinne „verlorenen“. Aus diesem Grund sind uns (auch) große Zahlen wichtig. Aber die kleinen feiern wir ganz genau so. So wie der Hirte das eine verlorene Schaf feiert (übrigens wieder eine biblische Geschichte voller Zahlen).

Was machen wir mit den Zahlen? Erstmal ist es natürlich vom Schutz persönlicher Daten her deutlich besser anonymisierte Daten zu sammeln, als personenbezogene. Durch die Zahlen bekommen wir gesammelt mit, was in unseren Bewegungen insgesamt passiert und daraus können wir ableiten, wie wir die einzelnen CONNECT-Gruppen besser unterstützen können.
Gleichzeitig möchten wir auch anderen Leuten von unserer Arbeit erzählen und brauchen dafür grobe Zahlen, damit sie sich vorstellen können, was bei uns passiert. Wir bekommen oft die Frage gestellt, was Campus Connect eigentlich genau ist und dann teilen wir normalerweise einerseits die Vision und andererseits ein paar Zahlen aus der letzten Semesterernte. Und manchmal erzählen wir auch noch eine Geschichte, wie z.B. aus unserem Blog. Wenn wir nur die Vision teilen würden, könnten sich die Leute nur halb vorstellen, was konkret passiert.

Wir hoffen, wir konnten dir Zahlen ein bisschen „lieb“ machen. Auf jeden Fall Danke für dein und euer ganzes Engagement!

Wenn du noch Fragen hast, melde dich gern bei uns oder deinem Coach.

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Picture of Dominik Schweiger
Dominik Schweiger, ist in der Leitung von CAMPUS CONNECT Deutschland und in der Geschäftsleitung des Gesamtvereins CAMPUS FÜR CHRISTUS Deutschland. Er hat in Darmstadt Maschinenbau studiert und dort die CONNECT-Gruppe gegründet. Nach dem Studium ist er beruflich bei Campus eingestiegen, hat einige Zeit in München gelebt und wohnt jetzt mit seiner Familie in Gießen.

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